Grimma/Mutzschen. Ein Vorfall auf der Autobahn 14 hat in der Nacht für Kopfschütteln und Unverständnis gesorgt.
Gegen 02:24 Uhr konnte zwischen den Anschlussstellen Grimma und Mutzschen in Fahrtrichtung Dresden ein Pkw beobachtet werden, der den Verkehr hinter einem Räumfahrzeug des Winterdienstes sowie das Räumfahrzeug selbst dreist über den Standstreifen überholte.
Dabei herrschten zu diesem Zeitpunkt winterliche Straßenverhältnisse. Der Winterdienst war im Einsatz, um die Fahrbahn zu räumen und zu streuen und damit die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Gerade in einer solchen Situation wirkte das Verhalten des Pkw-Fahrers besonders rücksichtslos. Mit seinem Manöver setzte er nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer und die Mitarbeiter des Winterdienstes unnötig in Gefahr.
Der Standstreifen ist gerade zu Beginn winterlicher Wetterlagen meist weder geräumt noch gestreut und ausschließlich für Notfälle sowie Einsatzfahrzeuge vorgesehen. Wer ihn dennoch zum Überholen nutzt, begibt sich bewusst in ein hohes Risiko. Bei Schnee und Eis kann dort bereits ein kurzer Kontrollverlust schwerwiegende Folgen haben.
Erschwerend kam hinzu, dass das Kennzeichen des Fahrzeugs durch Schnee verdeckt war, sodass der Fahrer vermutlich nicht identifiziert werden kann. In diesem Fall hatte der Fahrzeugführer Glück – ein Umstand, der bei vielen Beobachtern einen bitteren Beigeschmack hinterlässt. Denn während andere sich an Regeln halten und Rücksicht nehmen, bleibt dieses gefährliche Verhalten wohl ohne unmittelbare Konsequenzen.
Der Vorfall zeigt erneut, wie wichtig Geduld, Rücksicht und Verantwortungsbewusstsein im Straßenverkehr sind – besonders unter winterlichen Bedingungen.











