Hilfe, die durchkommt: Malteser Motorradstaffel Taucha rettet nicht nur Zeit im Ernstfall

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Foto: Malteser Hilfsdienst e.V. Gliederung Taucha

Sachsen. Stillstand auf der Autobahn, Blaulicht kommt nicht durch – Situationen wie diese gehören im Raum Leipzig zum Alltag. Genau dann rücken sie aus: die Ehrenamtlichen der Malteser Motorradstaffel Taucha.

Mit ihren wendigen Maschinen sind sie dort zur Stelle, wo Rettungswagen im Stau feststecken oder enge Zufahrten kein Durchkommen erlauben. Damit sind sie ein unverzichtbarer Teil des Bevölkerungsschutzes in Nordsachsen und der Region Leipzig.

Foto: Malteser Hilfsdienst e.V. Gliederung Taucha

Die Motorradstaffel ist rein ehrenamtlich organisiert und dem Malteser Hilfsdienst e.V. in Taucha angegliedert. Eingebunden in den zweiten Katastrophenschutzzug des Landkreises Nordsachsen, stehen den Helferinnen und Helfern zwei speziell ausgerüstete BMW-Motorräder vom Typ R1200 RTP zur Verfügung – inklusive Blaulicht, Martinshorn und medizinischer Ausrüstung für die Erstversorgung.

„Unsere Stärke ist die Beweglichkeit“, sagt Stadtreferent Philipp Koppatz. „Ob Stau, enge Innenstädte oder unwegsames Gelände – wir kommen auch dorthin, wo große Fahrzeuge an ihre Grenzen stoßen.“

Foto: Malteser Hilfsdienst e.V. Gliederung Taucha

Zwischen Autobahnstau und Großveranstaltung

Besonders in der warmen Jahreszeit, von Frühjahr bis Herbst, sind die Mitglieder der Motorradstaffel regelmäßig im Einsatz. Ein Schwerpunkt ist die Staubetreuung auf den Autobahnen A9, A14 und A38 sowie im Ballungsraum Leipzig und den angrenzenden Landkreisen. Hier leisten die Kradfahrer Erste Hilfe, verschaffen sich einen Überblick über die Lage, beruhigen Betroffene und geben wichtige Informationen an die Einsatzleitungen weiter.

Doch das Aufgabenspektrum ist deutlich breiter: Als Kradmelder übermitteln sie Nachrichten im Katastrophenschutz, im Lotsendienst sichern sie Kreuzungen oder begleiten Fahrzeugkolonnen. Bei Veranstaltungen fungieren sie häufig als First Responder – oft sind sie die ersten Helfer am Patienten.

Dafür führen sie in ihren Seitenkoffern umfangreiche medizinische Ausrüstung mit: von Verbandsmaterial und Diagnostikgeräten über Materialien zur Atemwegssicherung bis hin zu einem automatisierten externen Defibrillator (AED). Auch an die Kleinsten ist gedacht – Trostteddys sollen Kindern in Ausnahmesituationen Angst und Stress nehmen.

Foto: Malteser Hilfsdienst e.V. Gliederung Taucha

Ehrenamtliches Engagement braucht Unterstützung

So professionell die Arbeit der Motorradstaffel ist, sie basiert vollständig auf freiwilligem Engagement. Anschaffung und Unterhalt der Motorräder, Schutzkleidung, Funktechnik und medizinische Geräte verursachen hohe Kosten. Um ihre Einsatzbereitschaft langfristig zu sichern, bitten die Malteser daher um Unterstützung aus der Bevölkerung.

Spendenkonto:
Malteser Hilfsdienst e.V.
IBAN: DE26 3706 0120 1201 2260 11
BIC: GENODED1PA7 (PAX Bank Köln)
Verwendungszweck: Gliederung Taucha, Motorradstaffel

Offen für Begegnung und Einblicke

Darüber hinaus öffnet sich die Motorradstaffel auch der Öffentlichkeit: Für Technikschauen, Blaulichtmeilen oder Aktionstage steht sie Veranstaltern und Vereinen gern zur Verfügung. Solche Termine bieten Einblicke in die ehrenamtliche Arbeit, fördern den Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern und wecken besonders bei Kindern und Jugendlichen Interesse für Hilfeleistung und Sicherheit.

Foto: Malteser Hilfsdienst e.V. Gliederung Taucha

Mit ihrem Einsatz zeigen die Ehrenamtlichen der Malteser Motorradstaffel Taucha, wie wichtig freiwilliges Engagement für eine funktionierende Gefahrenabwehr ist – und sorgen dafür, dass Hilfe auch dann ankommt, wenn andere nicht mehr weiterkommen.

Kontakt zur Motorradstaffel

Philipp Koppatz
Stadtreferent Motorradstaffel
E-Mail: Philipp.Koppatz@malteser.org