Grimma. „Zwei Drittel des Erfolgs im Sport werden im Kopf gemacht, den Rest verursacht der Gegner“ ist eine alte Trainer-Weisheit, welche bestens auf das Spiel der ESA VOLLEYS gegen den BBSC Berlin passte.
Grimma startete in Bestbesetzung, nur Sophie Dreblow fehlte erkrankt, und war auf dem Papier der klare Favorit gegen den bereits als Absteiger feststehenden BBSC Berlin. Der 1. Satz ein sportliches Feuerwerk der Gastgeberinnen, mit klarer Standortbestimmung, was in der „Muldentalhölle“ so ab geht, in den nächsten Minuten…
245 treue Zuschauer ahnten, das wird kein langer Aufenthalt in der Halle. Doch zu Beginn des 2. Satzes schlichen sich bereits die ersten Fehler, bzw. Unkonzentriertheiten ins Spiel der ESA Volleys ein, die aber charmant weggelächelt wurden. Berlin nahm das dankend an und ging plötzlich mit 15:13 in Führung. Coach Munari setze mit einer Auszeit einen raffinierten Nadelstich und unterbrach den Flow der Hauptstädterinnen und konnte mit seinem Team den 2.Satz knapp mit 25:23 gewinnen. Der 3.Satz war geprägt von der anfangs erwähnten „Trainerweisheit“, für einige war es nur noch eine Frage der Zeit, wenn man nach einem erfolgreichen 3:0 unter die warme Dusche konnte. Berlin nutzte dieses zu ihren Gunsten kippende Momentum aus, bestrafte Grimma eines Besseren und gewann den 3.Satz mit 25:21.
Und da das einsatzfreudige und willensstarke Spiel der Berlinerinnen so wunderbar funktionierte, ging es im 4.Satz gleich so weiter, ein Aufbäumen oder gegenstemmen auf Seiten der ESA VOLLEYS war da leider nicht wirklich sichtbar. Berlin gewann mit 25:18 den 4.Satz! Selbstvertrauen und Körpersprache waren bei Grimma jetzt in den Keller der MTL-Hölle gerutscht und es kam wie es kommen sollte, Berlin gewann mit 16:14 den TIE-Break und entführte 2 Punkte aus Grimma! Zu den wertvollsten Spielerinnen wurde Sarah Nur Kayadibi vom BBSC Berlin und Sandra Seyfferth von den ESA Volleys gewählt.
Fazit: Auch Volleyball ist ein Mannschaftssport, man gewinnt und verliert gemeinsam als Mannschaft, doch sollte man während der Spielzeit auf der Platte auch als Mannschaft auftreten! In den letzten beiden Spielen der Saison, in Stralsund und zu Hause gegen Straubing, hat das Trainer-Gespann nochmal Schwerstarbeit zu leisten um die Mannschaft richtig einzustellen.









