Borna. Ein eher ungewöhnlicher Einsatz beschäftigte die Einsatzkräfte der Freiwillige Feuerwehr Borna am Dienstagvormittag.
Gegen 9:30 Uhr wurden die Kameradinnen und Kameraden in die Thomas-Müntzer-Straße alarmiert, wo sich eine Katze auf das Dach eines Mehrfamilienhauses verirrt hatte und den Rückweg nicht mehr fand.
Was zunächst nach einer routinemäßigen Tierrettung klang, entwickelte sich schnell zu einer Geduldsprobe. Mit zwei Fahrzeugen rückte die Feuerwehr an und versuchte mithilfe einer Drehleiter, das verängstigte Tier zu erreichen. Doch die Katze zeigte wenig Interesse an der Rettungsaktion und entzog sich immer wieder den Annäherungsversuchen.
Über anderthalb Stunden hielt das Tier die Einsatzkräfte auf Trab. Immer wieder hallte ein klagendes Miauen durch die Straße – ein Geräusch, das sowohl Anwohner als auch Feuerwehrleute nicht unberührt ließ. Trotz der erschwerten Bedingungen bewiesen die Kameraden Ausdauer und Einfühlungsvermögen.
Schließlich gelang es den Einsatzkräften, die Katze gezielt in Richtung eines geöffneten Fensters zu lotsen. Dort wartete bereits ein Feuerwehrmann, der das Tier sichern und damit den Einsatz erfolgreich beenden konnte.
Nach rund 90 Minuten war die ungewöhnliche Rettungsaktion beendet – und die Katze wieder in Sicherheit. Ein Einsatz, der einmal mehr zeigte, dass die Bornaer Feuerwehr nicht nur bei Bränden und technischen Hilfeleistungen gefragt ist, sondern auch bei tierischen Notlagen einen langen Atem beweist.












