Osterfeuer bei Leipzig vorzeitig abgebrannt – Polizei ermittelt

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Feuerwehr muss eigenes Osterfeuer löschen
Feuerwehr muss eigenes Osterfeuer löschen Foto: EHL Media/Erik-Holm Langhof

Leipzig. Ein traditionelles Familienfest droht in diesem Jahr im Leipziger Stadtteil Liebertwolkwitz ins Wasser zu fallen. Was eigentlich als geselliger Höhepunkt am Ostersamstag geplant war, endete bereits in der Nacht zuvor in einem unerwarteten Feuerwehreinsatz.

Gegen 1:40 Uhr wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Liebertwolkwitz zur Straße An der Kuhweide gerufen – ausgerechnet zu dem Ort, an dem sie selbst ihr Osterfeuer vorbereitet hatten. Unbekannte hatten den sorgfältig aufgeschichteten Holzhaufen mutmaßlich vorzeitig entzündet und damit die Arbeit mehrerer Tage zunichtegemacht.

Das Osterfeuer sollte am Samstagabend stattfinden und von einem Grillfest sowie einem Lampionumzug für Kinder begleitet werden. Stattdessen standen die Einsatzkräfte in der Nacht vor einem bereits weitgehend lodernden Feuer. Aufgrund der schnellen Brandausbreitung blieb ihnen kaum eine andere Möglichkeit, als den Haufen kontrolliert abbrennen zu lassen.

Die starke Rauchentwicklung führte dazu, dass die Leitstelle Leipzig vorsorglich eine Bevölkerungswarnung herausgab. Darin wurde vor möglichen gesundheitsschädlichen Rauchgasen gewarnt. Eine konkrete Gefahr für die Gesundheit könne nicht ausgeschlossen werden, hieß es in der Mitteilung.

Für die Feuerwehr bedeutet der Vorfall nicht nur zusätzliche Arbeit, sondern auch eine kurzfristige Umplanung des geplanten Festes. Ob und in welcher Form die Veranstaltung stattfinden kann, ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und prüft den Verdacht der Brandstiftung.