Wachau/OT Seifersdorf. Ein vermeintlicher medizinischer Notfall hat am Samstagabend einen umfangreichen Einsatz von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei in Seifersdorf (Landkreis Bautzen) ausgelöst. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um eine vorsätzliche Falschmeldung.
Gegen 19:44 Uhr ging bei der Integrierten Rettungsleitstelle Hoyerswerda ein Notruf ein. Eine 47-jährige Anruferin meldete, sie habe im Keller eines Wohnhauses an der Lomnitzer Straße eine leblose Frau aufgefunden. Nach ihren Angaben seien bereits Reanimationsmaßnahmen eingeleitet worden.
Aufgrund der geschilderten Lage alarmierte die Leitstelle umgehend mehrere Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr sowie die Polizei. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte die Angaben der Anruferin jedoch nicht bestätigen. Weder im Kellerbereich noch in den Wohnräumen des Hauses wurde eine leblose Person gefunden. Die angeblich betroffene Frau wurde stattdessen wohlbehalten angetroffen. Eine medizinische Notlage lag nach Angaben der Einsatzkräfte zu keinem Zeitpunkt vor.
Im Zuge der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Notruf ohne tatsächlichen Anlass abgesetzt worden war. Die Polizei geht derzeit von einer vorsätzlichen Falschmeldung aus. Durch den unnötigen Einsatz entstand ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden, zudem waren Rettungsmittel gebunden, die währenddessen für echte Notfälle nicht zur Verfügung standen. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen ein. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Notruf ausschließlich für echte Notlagen bestimmt ist. Wer ihn missbräuchlich nutzt, begeht eine Straftat und riskiert zudem, dass Einsatzkräfte in tatsächlichen Notfällen nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen.










