Container statt Zimmerdecke: Rauchmelder sorgt für Feuerwehreinsatz in Grimma Süd

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Feuerwehreinsatz in Grimma-Süd Fotos: Sören Müller

Grimma. Wenn es gegen 22:45 Uhr in Grimma Süd piept, denkt niemand zuerst an einen Müllcontainer.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Grimma und Hohnstädt rückten dennoch am Dienstagabend routiniert aus – schließlich war ein ausgelöster Rauchmelder gemeldet worden. Einsatzort: ein Wohnhaus am Holzwinkel oder am Wespengrund in Grimma-Süd. Eine Anwohnerin hatte das durchdringende Signal deutlich wahrgenommen, konnte dessen Ursprung jedoch nicht genau bestimmen. Also lieber einmal zu viel die Feuerwehr alarmieren als einmal zu wenig – eine Entscheidung, die in Sachen Sicherheit grundsätzlich nie falsch sein kann und schon gar nicht bei ausgelösten Rauchmeldern.

Gemeinsam mit der Hinweisgeberin begaben sich die Feuerwehrkameraden umgehend auf die Suche nach der Ursache. Dabei überprüften sie sowohl die Gebäude als auch mögliche Bereiche, in denen sich ein Brand oder eine Rauchentwicklung hätte entwickeln können. Ein Feuer konnte zunächst jedoch nicht festgestellt werden. Mit Taschenlampen und geschultem Blick gingen die Einsatzkräfte systematisch vor, um auch versteckte Gefahrenquellen auszuschließen.

Schließlich wurden die Einsatzkräfte außerhalb der angrenzenden Gebäude fündig: Das Piepen stammte nicht aus einer Wohnung, sondern aus einem Müllcontainer. Dort waren unter anderem auch Verpackungsreste von Baumaterialien entsorgt worden. Es liegt daher nahe, dass der Rauchmelder im Zuge von Sanierungsarbeiten achtlos weggeworfen wurde – offenbar ohne zuvor die Batterien zu entfernen. Ein Brand konnte nicht festgestellt werden.

Die Feuerwehr deaktivierte den unermüdlichen Warner und beendete den Einsatz zügig. Zurück bleibt die Erkenntnis, dass Rauchmelder zwar Leben retten können und wirklich nützlich sind – im Müllcontainer jedoch vor allem die Nachtruhe kosten und aktiviert nichts zu suchen haben.