Warum Bundeswehrkonvois durch Sachsen fahren

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Symbolbild/pixabay

Sachsen. Ein größerer Konvoi der Bundeswehr ist in den kommenden Tagen auf Straßen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg unterwegs.

Vom 27. bis 28. Februar verlegt ein Bataillon der Panzergrenadierbrigade 37 im Rahmen einer militärischen Übung über eine Strecke von rund 250 Kilometern.

Der Verband umfasst laut Bundeswehr etwa 140 Fahrzeuge, die in sieben Marschgruppen mit jeweils rund 20 Fahrzeugen aufgeteilt sind. Die Route führt überwiegend über Bundesautobahnen und Bundesstraßen. Besonders im Raum Zeithain sowie rund um den Truppenübungsplatz Oberlausitz müssen Verkehrsteilnehmende mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen rechnen.

Zum Konvoi gehören auch mehrere Kettenfahrzeuge. Diese werden abschnittsweise entweder auf eigener Kette oder als Schwerlasttransport bewegt, was die Geschwindigkeit der Marschkolonnen zusätzlich reduziert. Aus Gründen der militärischen Sicherheit macht die Bundeswehr keine Angaben zu konkreten Fahrtstrecken oder geplanten Zwischenhalten.

Die Streitkräfte bitten Autofahrerinnen und Autofahrer um besondere Aufmerksamkeit und Rücksicht. Empfohlen wird, ausreichend Abstand zu den Fahrzeuggruppen zu halten und nicht zwischen die einzelnen Fahrzeuge der Kolonnen zu fahren, da dies ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellt.

Hintergrund der Verlegung ist eine Übung zur Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten sowie zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft. Nach Angaben der Bundeswehr sind einsatzbereite Streitkräfte eine zentrale Voraussetzung für glaubwürdige Abschreckung und wirksame Verteidigung. Militärische Übungen seien daher unverzichtbar – nicht nur für die Bundeswehr selbst, sondern auch im Rahmen der Bündnisverteidigung innerhalb der NATO.

Deutschland fungiert dabei zunehmend als logistische Drehscheibe für alliierte Streitkräfte, die im Bundesgebiet und in benachbarten Staaten üben. Für die Bevölkerung bedeutet dies, dass militärische Fahrzeuge künftig häufiger im öffentlichen Raum und insbesondere auf Straßen und Autobahnen sichtbar sein werden.