Hoyerswerda – Sonntagnachmittag, Schöpsdorfer Straße. Während andere noch Kaffee trinken, erledigen Beamte des örtlichen Reviers einen Fall mit besonderem Unterhaltungswert.
Im Fokus: ein 26-jähriger Deutscher, per Haftbefehl gesucht und offenbar überzeugt davon, der Polizei intellektuell wie technisch überlegen zu sein.
In den sozialen Medien hatte sich der Mann zuvor öffentlich über die Ordnungshüter lustig gemacht. Sein größter Coup: das stolze Bekenntnis, „noch nicht ins Netz gegangen“ zu sein. Was er dabei übersah: Humor ist kein Tarnumhang – und Posts bleiben selten unter sich. Der Beitrag wurde dienstlich bekannt, und damit nahm die Geschichte ihren erwartbaren Lauf.
Die Uniformierten machten sich auf den Weg und wurden fündig. Nicht etwa in einer dunklen Gasse oder hinter verschlossenen Türen, sondern im Kleiderschrank eines 65-jährigen Bekannten des Gesuchten. Zwischen Hemden und Jacken endete der digitale Höhenflug abrupt. Festnahme. Punkt.
Anschließend ging es für den Mann ohne Umwege in eine Justizvollzugsanstalt. Die Moral von der Geschicht’? Wer die Polizei herausfordert, sollte zumindest ein besseres Versteck wählen. Oder gar keines. Die Beamten der Polizeidirektion Görlitz jedenfalls hatten am Ende gut lachen.











