Dresden. Vor dem Oberlandesgericht (OLG) Dresden beginnt am Freitag die Hauptverhandlung gegen mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremistischen Gruppierung „Sächsische Separatisten“.
Nach Angaben des Gerichts sind bis Dezember knapp 70 Verhandlungstage angesetzt. Acht Angeklagte müssen sich unter anderem wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie der Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens verantworten.
Die Bundesanwaltschaft wirft den Beschuldigten vor, konkrete Pläne zur Liquidierung von Amtsträgern verfolgt zu haben. Alle acht Angeklagten befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Für den damaligen Grimmaer AFD-Stadtrat Kurt Hättasch fordert seine Verteidigung hingegen Freispruch und weißt die Vorwürfe „vollumfänglich zurück“.
Die militante Gruppierung soll sich im Jahr 2020 gegründet haben. Im November 2024 wurde sie im Zuge einer groß angelegten Razzia zerschlagen. Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden umfasste die Vereinigung zuletzt rund 20 Mitglieder. Diese hätten die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland abgelehnt, teilte die Bundesanwaltschaft mit.
Geprägt gewesen sei die Ideologie der Gruppe von „rassistischen, antisemitischen und in Teilen apokalyptischen Vorstellungen“. Drei der Angeklagten waren in der Vergangenheit lokalpolitisch für die AfD aktiv. Das OLG Dresden hat für das umfangreiche Verfahren zahlreiche Zeugen und Beweisanträge eingeplant. Ein Urteil wird frühestens zum Jahresende erwartet.












