Großeinsatz der Polizei wegen mehrerer Demonstrationen im Leipziger Süden

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Polizei
Archivbild/Symbolbild

Leipzig. Am Samstag, dem 17. Januar 2026, wird es im Leipziger Süden zu einem umfangreichen Polizeieinsatz kommen.

Anlass sind mehrere Versammlungen aus dem linken Spektrum, die im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt stehen. Die Polizeidirektion Leipzig rechnet mit einem hohen, teils überregionalen Teilnehmeraufkommen und bereitet sich auf einen Einsatz von etwa 12 Uhr bis in die späten Abendstunden gegen 22 Uhr vor.

Nach Angaben der Polizeidirektion ist die Lage besonders herausfordernd, da unterschiedliche Lager innerhalb der linken Szene mobilisieren und sich konfrontativ gegenüberstehen könnten. Polizeipräsident René Demmler erklärte, Leipzig sei zwar „demonstrationserfahren“, die Konstellation am kommenden Samstag jedoch neu. „Die linke Szene mobilisiert stark. Dabei stehen sich verschiedene Lager konfrontativ gegenüber. Dies macht einen höheren Kräfteansatz erforderlich, um unseren verfassungsrechtlichen Auftrag zu erfüllen“, so Demmler. Zugleich betonte er die Verantwortung der Demonstrierenden, für einen friedlichen Verlauf der Versammlungen zu sorgen.

Zur Bewältigung der Lage wird die Polizeidirektion Leipzig durch Kräfte der sächsischen Bereitschaftspolizei, des Landeskriminalamtes sowie durch Polizeieinheiten aus anderen Bundesländern unterstützt. Auch eine enge Abstimmung mit der Bundespolizei ist vorgesehen. Ziel sei es, die grundrechtlich geschützte Versammlungsfreiheit zu gewährleisten und gleichzeitig Straftaten sowie Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu verhindern.

Die Polizei bereitet sich insbesondere auf mögliche Störungen während der Versammlungen und in deren Umfeld vor. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Gefahrenabwehr beim möglichen Aufeinandertreffen rivalisierender Gruppen. Zur Einsatzlenkung und -leitung sowie zur Dokumentation möglicher Straftaten wird zudem ein Polizeihubschrauber im Leipziger Luftraum eingesetzt.

Für die Bevölkerung bedeutet der Einsatz spürbare Einschränkungen. Vor allem im Bereich des Connewitzer Kreuzes und angrenzender Straßenzüge ist mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer, den Leipziger Süden weiträumig zu umfahren und mehr Zeit einzuplanen.

Zusätzliche Bedeutung erhält der Tag durch ein weiteres Großereignis: Parallel findet die Bundesligabegegnung zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München statt. Auch hierfür werden Polizeikräfte gebunden, was den Gesamteinsatz weiter vergrößert.

Die Polizeidirektion Leipzig appelliert an alle Teilnehmenden der Versammlungen sowie an Anwohnerinnen und Anwohner, Verständnis für die notwendigen Maßnahmen aufzubringen. Zugleich richtet sie einen klaren Aufruf an alle Beteiligten, die Demonstrationen friedlich und störungsfrei durchzuführen.