Waffenlager der „Sächsischen Separatisten“? BKA durchsucht Bahndamm bei Brandis

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Sächsische Separatisten: Durchsuchungen der Polizei Fotos: Sören Müller

Brandis. Donnerstagvormittag rückten Polizei und Bundeskriminalamt erneut im sächsischen Brandis an.

Die Beamten des BKA durchsuchten mit Unterstützung der sächsischen Bereitschaftspolizei einen Bahndamm der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Beucha und Brandis. Sie schaufelten im Auftrag der Generalbundesanwaltschaft Löcher und durchsuchten Hecken und Sträuche.

Laut BILD gab es offenbar Hinweise aus dem Umfeld der „Sächsische Separatisten“. Möglicherweise könnten gezielt Waffendepots gesucht worden sein. Der Polizeieinsatz lief bis in den frühen Nachmittag hinein. Ob die Beamten tatsächlich fündig geworden sind, blieb zunächst unklar. Während des Polizeieinsatzes kam es kurzzeitig zu Straßensperrungen auf der Strecke zwischen Waldsteinberg und Brandis.

Anfang Januar war die Gruppe aufgeflogen und es gab mehrere Festnahmen unter anderem auch in Brandis. Die Beschuldigten sollen einer spätestens im November 2020 gegründeten Vereinigung angehören, die sich selbst „Sächsische Separatisten“ nennen. Hierbei handele es sich um eine aus fünfzehn bis zwanzig Personen bestehende militante Gruppierung, deren Ideologie von rassistischen, antisemitischen und in Teilen apokalyptischen Vorstellungen geprägt sei. Ihre Mitglieder verbindet eine tiefe Ablehnung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.

Aus Sicht der Vereinigung stehe außer Zweifel, dass Deutschland vor dem „Kollaps“ stehe und an einem, wenngleich zeitlich noch unbestimmten „Tag X“ der staatliche und gesellschaftliche Zusammenbruch eintreten werde. Bei dieser Gelegenheit wolle die Gruppierung mit Waffengewalt Gebiete in Sachsen und gegebenenfalls auch in anderen ostdeutschen Ländern erobern, um dort ein am Nationalsozialismus ausgerichtetes Staats- und Gesellschaftswesen zu errichten, hieß es seitens der Ermittlungsbehörden weiter. „Unerwünschte Menschengruppen sollen notfalls durch ethnische Säuberungen aus der Gegend entfernt werden.“ Wir sind jetzt auch als WhatsApp-Kanal verfügbar —> zum Kanal