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Dienstag, 13 Juni 2017 08:05

Heimspielniederlage gegen Kamenz

Symbolbild Symbolbild Foto: pixabay

Grimma. Sachsenligist FC Grimma hat sein letztes Heimspiel der Saison 2016/17 verloren.

Gegen den Vizemeister SV Einheit Kamenz unterlagen die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe mit 2:4 (1:3), wobei nach einer deutlichen Steigerung im zweiten Durchgang durchaus ein Punkt im Bereich des Möglichen lag. In den ersten 45 Minuten musste man jedoch die Dominanz der Ostsachsen anerkennen und agierte selbst nicht entschlossen genug, auch wenn zwei der drei Gegentore sehr unglücklich zustande kamen.

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Nichtsdestotrotz wirkte Kamenz in Hälfte eins reifer und bestrafte die Grimmaer Unzulänglichkeiten resolut. Nach der Pause agierten die Muldestädter durchaus präsenter und waren nach dem Anschlusstreffer dem Ausgleich nah, doch quasi mit dem Abpfiff machten die Gäste endgültig den Deckel drauf. Während Einheit Kamenz am letzten Spieltag aufgrund des Görlitzer Rückzugs spielfrei ist, reisen die Grimmaer am kommenden Sonntag zum Saisonabschluss zum VfB Empor Glauchau (Anstoß: 15.00 Uhr). Platz drei ist den Muldestädtern jedoch seit Wochen nicht mehr zu nehmen. Den Kamenzern ist zu wünschen, dass vom Nordostdeutschen Fußballverband zeitnah die Nachricht kommt, als Tabellenzweiter der Sachsenliga in die Oberliga aufsteigen zu dürfen. Mit 66 Punkten hat sich dies die Elf von Trainer Frank Rietschel absolut verdient.
Die Vorzeichen für diese Begegnung waren im Vorfeld klar geregelt. Auch wenn bei den Gästen mit Martin Charuza und Ondrej Novotny gelbgesperrt fehlten, waren sie eindeutig Favorit.

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Der personelle Aderlass bei den Gastgebern ist derzeit aufgrund der gravierenden Verletzungsmisere einfach zu groß. Diesbezüglich stellte sich gegen Kamenz sogar Alexander Kunert, eigentlich Trainer der A-Junioren, zur Verfügung und gab nach 22 Monaten Abstinenz sein Comeback im Sachsenliga-Kollektiv, wobei er seine Sache in der Innenverteidigung durchaus ordentlich löste. Allerdings sollten sich diese negativen Vorzeichen gleich bestätigen – Kamenz machte sofort ernst. Bereits nach drei Minuten knallte Heine – nach vorheriger klarer Abseitsposition in der Entstehung – den Ball an den Pfosten des FC-Tores, die zurückspringende Kugel bugsierte Oliver Kurzbach unglücklich ins eigene Gehäuse – 0:1 (3.). Die Einheimischen hatten zunächst große Mühe ins Spiel zu kommen. Nach guter Kombination stand Grellmann plötzlich völlig frei vor Grimmas Keeper Jan Evers, doch schon der Einheit-Youngster den Ball knapp am Tor vorbei (12.). Doch allmählich kamen auch die Gastgeber in die Gänge, wobei der Ausgleich quasi aus dem Nichts resultierte. Gut von Dennis-Sven Radig eingeleitet, trudelte ein Schussversuch von Christoph Jackisch in Richtung zweiter Pfosten, wo Bence Szepesi rechtzeitig schaltete in die Kugel aus Nahdistanz ins Netz stocherte – 1:1 (19.). Plötzlich waren die Gastgeber da. Zunächst setzte Jackisch einen Schuss nur ans Außennetz (22.), anschließend setzte Stefan Tröger unter Bedrängnis seinen Kopfball nach einer Kurzbach-Ecke knapp drüber (28.).

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Die beste Möglichkeit ließ allerdings Jackisch aus, der nach einem Sololauf von halblinks allein auf Gäste-Keeper Wochnik zusteuerte, die Kugel jedoch am langen Pfosten vorbei setzte (35.). Allerdings blieb Kamenz stets gefährlich, die spielerische Stärke der Gäste war deutlich zu sehen. Zunächst rettete Stefan Maruhn in höchster Not gegen den einschussbereiten F. Wagner (28.), wenig später klärte Evers spektakulär nach einem Kopfball von Heine, nachdem dieser prima von Prentki in Szene gesetzt wurde (36.). Die Ostsachsen schalteten fortan wieder einen Gang höher, was sich sofort im Ergebnis niederschlagen sollte. Über die Stationen Grellmann und Herzig setzte der einlaufende Gnieser die Kugel aus Nahdistanz zum 1:2 ins Netz (37.). Dies war aber noch nicht alles. Fünf Minuten später köpfte Häfner nach einer Prentki-Flanke an die Querlatte, vom Körper von Evers gelangte die zurückspringende Kugel zum 1:3 ins Tor (42.) – erneut im Ergebnis ein extrem unglückliches Gegentor, allerdings hätte dies in der Entstehung absolut verhindert werden können. Bereits vor diesem dritten Gegentreffer verhinderte Evers im FC-Gehäuse gegen Heine und Häfner einen weiteren Einschlag (39., 40.).
Nach einer etwas lauteren Kabinenansprache kamen die Gastgeber dann mit großer Entschlossenheit aus der Pause. Die Gäste wurden nun immer mehr vom eigenen Tor ferngehalten. Die Ausnahme bildete da ein Freistoß von Kotyza, als Evers jedoch sicher zupackte (55.). Fortan spielte man deutlich zwingender und erreichte mehr als Gleichwertigkeit. Michel Schwarz setzte mit einem Freistoß der erste Achtungszeichen, doch ließ sich Wochnik ebenso wenig überraschen wie wenig später nach einem Freistoß von Jackisch (50., 61.). Kurz darauf ernteten die Platzherren jedoch den Lohn für die Bemühungen. Robin Brand profitierte nach einem Kurzbach-Freistoß vom zögerlichen Eingreifen des Kamenzer Keepers und nickte aus Nahdistanz zum 2:3 ein (64.). Dieser Treffer gab den Muldestädtern zusätzliches Selbstvertrauen, auch wenn spielerisch natürlich nicht alles klappen wollte. Nun war der Elf der unbedingt Wille nun deutlich anzusehen, die Partie noch aus dem Feuer zu reißen. Etwa eine Viertelstunde vor Schluss forcierte FC-Trainer Daniel Wohllebe das Risiko und lockerte die Defensive etwas. In der Folgezeit hatten die Gäste natürlich den einen oder anderen Raum zum Kontern, doch spielten die Ostsachsen diese Gelegenheiten nicht sauber zu Ende. Auf der Gegenseite warteten die Fans der Einheimischen nach einem Foul an Radig im Gäste-Strafraum vergeblich auf den Elfmeterpfiff – Schiedsrichter Hartig (Freital) sah dieses für alle sichtbare Vergehen leider nicht und ließ weiterspielen (78.). Doch auch im Anschluss hatte man noch zwei riesige Möglichkeiten. Zunächst spielte Brand den besser postierten Jackisch frei, doch riss Wochnik reaktionsschnell die Fäuste hoch (82.).

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Anschließend landete die Kugel nach einer unübersichtlichen Situation abermals vor den Füßen Jackischs, der diesmal jedoch überhastet verzog (85.). Die Gelegenheiten zum Ausgleich waren durchaus vorhanden, stattdessen entschieden die Gäste das Spiel in der Endphase. Zunächst rettete Evers gegen den frei durchgebrochenen Gnieser (88.), wenig später verwandelte Heine nach einer flachen Prentki-Eingabe aus Nahdistanz zum 2:4-Endstand und steuerte damit seinen 14. Saisontreffer bei (90.).
Fazit: Aus Grimmaer Sicht war letztlich aufgrund der zweiten Halbzeit sicherlich mehr drin, doch erwies sich Kamenz als abgezockter und cleverer Kontrahent, welcher bereits in den ersten 45 Minuten die Partie hätte entscheiden können. Trotz der Niederlage hat sich die Grimmaer Mannschaft aufgrund der couragierten zweiten 45 Minuten ein dickes Lob verdient, auch wenn das Ergebnis dies nicht bestätigt. Aufgrund der Personallage war der Auftritt insgesamt doch in Ordnung.

Text: Tom Rietzschel

WEKU-Sachsenliga – 29. Spieltag

FC Grimma – SV Einheit Kamenz 2:4 (1:3)

Grimma: Evers – B. Wagner, Maruhn, Kunert, Kurzbach – Tröger, Schwarz – Szepesi (ab 75. Bouamama), Brand, Radig – Jackisch – Trainer: Wohllebe
Kamenz: Wochnik – Prentki, Vrabec, F. Wagner, Herzig (ab 67. Tänzer) – Kotyza, Ranninger – Gnieser, Häfner (ab 51. Neumann), Grellmann (ab 80. Höer) – Heine – Trainer: Rietschel
Schiedsrichter: Hartig (Freital) – Schiedsrichter-Assistenten: Nixdorf, Gärtner (beide Dresden) – Tore: 0:1 Kurzbach (3., Selbsttor), 1:1 Szepesi (19.), 1:2 Gnieser (37.), 1:3 Häfner (42.), 2:3 Brand (64.), 2:4 Heine (90.) – Gelbe Karten: Tröger (Foulspiel – 83.) – Herzig (Foulspiel – 61.) – Reservebänke: Födisch, Ziffert – Stein (Tor), Brückner, Rehor, Schidun – Zuschauer: 108 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

geschrieben von Tom Rietzschel/FC Grimma
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