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Donnerstag, 17 November 2016 17:00

Asylbewerberheim in Bahren wird geschlossen

Foto: Sören Müller/Archivbild Foto: Sören Müller/Archivbild

Grimma/Bahren. In den vergangenen Tagen tauchten immer wieder Gerüchte auf, dass der Landkreis eine Zusammenlegung der beiden Grimmaer Heime, das in Bahren und den "Roten Ochsen" in Grimma Süd, plane. Wir haben nachgefragt. 

Nach Auskunft des Landratsamtes wurde der Vertrag mit der Betreiberfirma zum 31.03.2017 gekündigt.

"Entgegen der Erwartungen und Prognosen ist die Zahl der im Landkreis Leipzig unterzubringenden Flüchtlinge rückläufig. Damit ist auch die Auslastung in den Gemeinschaftsunterkünften rückläufig und von der vertraglichen Möglichkeit der Kündigung wurde daraufhin in Bahren Gebrauch gemacht." heißt es zur Begründung.

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Bis Ende März 2017 werden, laut Landratsamt, die dort untergebrachten Flüchtlinge Schritt für Schritt in Wohnungen oder andere Gemeinschaftsunterkünfte umziehen. Ein Fokus auf den „Roten Ochsen“ bestehe dabei jedoch nicht. Kritiker sind allerdings der Überzeugung, dass der "Rote Ochsen" mit solchen "Lebenserhaltungsmaßnamen" "künstlich" über Wasser gehalten werden solle, da die "rückläufigen"  Belegungszahlen den Betreiber  angeblich "finanziell belasten" würden. Bestätigt wurde das allerdings bisher von keiner Seite.

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Warum Bahren geschlossen wird und nicht der Rote Ochse als neue Unterkunft, lässt sich auf die Vertragslaufzeiten zurückleiten, denn der Rote Ochse ist erst seit kurzem vertraglich mit dem Landkreis verbunden. Trotz Kritik wurde die Laufzeit dort langfristig Ende Dezember 2015 im Kreisrat beschlossen. Bahren war in der Vergangenheit mehrfach in die Schlagzeilen geraten, vorallem die Unterbringungsbedingungen durch die Betreiberfirma wurden scharf kritisiert. Zwischen dem 24. Juni und dem 8. Juli 2009 z.B. besetzten vier Asylbewerber_innen-Familien die Grimmaer Frauenkirche, um gegen die Zustände in ihrem Heim zu demonstrieren. Im April 1997 wurde eine umfangreiche Razzia durch die Polizei in Bahren aufgrund eines damaligen Terrorismusverdachtes der sich offensichtlich nicht bestätigte durchgeführt, Resultat war ein Hungerstreik durch Asylbewerber gegen die Vorgehensweise der Polizei. 2015 waren Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehren waren zeitweise nahezu täglich in Bahren im Einsatz. 

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Aufrufe: 4831 mal angeschaut Letzte Änderung am Donnerstag, 17 November 2016 22:29

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