Leipzig setzt ein Zeichen! LEGIDA und NoLEGIDA demonstrieren, Grimmaer dabei!

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Leipzig. Heute wurde in der Messestadt  ein klares Zeichen gesetzt.  Leipzig ist nicht Dresden und PEGIDA oder LEGIDA ist kein Ostdeutsches Problem. Mindestens 30000 Menschen versammelten sich am Waldplatz. Nach Polizeiangaben versammelten sich rund 4800 Menschen der islamkritischen LEGIDA am Sportforum.

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Foto: Nikolaigasse 7000 Teilnehmer des Protestzuges Bildautor: Sören Müller

Mit der Teilnahme an der Demo zeigten die Demonstranten, dass es großen Unmut in den Bevölkerungsschichten gibt. Bei LEGIDA, wie auch bei PEGIDA,  wird zwar nicht jeder Ausländer verurteilt, aber die fehlende Vermittlung dieser Punkte zieht „bestimmte Personen an, siehe auch die veröffentlichen Forderungen der Organisatoren. Das zeigt sich vor allem an den verschiedenen Äußerungen in den sozialen Netzwerken. Auch ein Grund dafür ist die fehlende Distanzierung zu neonazistischen Organisationen oder Parteien, welche den Unmut über unsere Asylpolitik für ihre Ideale missbrauchen. 

30000 Menschen bewiesen am Abend dass LEGIDA nicht das Volk ist und 5000 Menschen bewiesen, dass NOLEGIDA nicht das Volk ist. LEGIDA wie auch PEGIDA beweisen das es arge Dialogprobleme im Inland gibt.  Während die LEGIDA-Organisatoren mit 6.000 Teilnehmern bei ihrer ersten Demo rechneten, wollten die Gegner mindestens 20.000 Menschen auf die Straße bringen. Es ging bei beiden Veranstaltungen größtenteils friedlich zu, nur vereinzelt musste die Polizei eingreifen. Ein paar Chaoten, brannten ein Auto und einige Mülltonnen nieder. Auch am Rande von LEGIDA gab es Festnahmen.

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„WIRR ist das Volk“ sagten einige Plakate aus und beschreiben eigentlich dieses Geflecht aus, Angst, Unwissenheit, Irritation, Mitläufertum, Fremdenhass., Intoleranz, welches sich durch die Schichten des Teilnehmerfeldes von LEGIDA ziehen. Natürlich sind da nicht 5000 Nazis marschiert, sondern auch Familienväter, Mütter, Kinder, Ärzte und andere Berufs- und Altersgruppen.

Die fehlende Transparenz und Handlung der Politik, Medienberichterstattungen aber auch der fehlende Dialog zwischen Politik und dem Volk sind wesentliche Gründe für die vielen falschen Thesen und Interpretationen.

Foto rechts :LEGIDA am Sportforum Bildautor: www.l-iz.de

Das Volk hat in unserer Demokratie das Recht auf die Straße zu gehen, allerdings hat auch niemand das Recht  den Andersdenkenden den Mund zu verbieten, wie es gestern auch auf verschiedenen Facebookseiten, auch unserer, leider geschehen ist. Es kann nicht sein, das Leute, welche zu eine NOLEGIDA Demo gehen, als Volksverräter und asoziales Pack abgestempelt werden, beschimpft werden oder man sich dafür schämt. Dann befinden wir uns ganz schnell wieder in den NSDAP-Zeiten. Und die geforderte Meinungsfreiheit, auch der LEGIDA PEGIDA Bewegung wird von den eigenen Teilnehmern den anders Denkenden verwehrt. Auch sollte ein LEGIDA Demonstrationszug nicht behindert oder gestört werden, auch diese Menschen sind nicht illegal auf der Straße. Ein bisschen mehr Toleranz und das auf Aufeinanderzugehen, der Dialog, uns selbst gegenüber, würde dem Ruf nach Einigkeit im Land doch deutlich positiver stehen.

 Die Kontroversen, wie das nächste Beispiel zeigt, sind ebenfalls hinderlich. „PEGIDA ist z.B. FÜR dezentrale Unterbringung der Kriegsflüchtlinge und Verfolgten, anstatt in teilweise menschenunwürdigen Heimen!“, so in Ihrem veröffentlichten Positionspapier. Interessant ist aber, das viele PEGIDA oder LEGIDA Sympathisanten der Meinung sind, dass der deutsche Staat Ausländer in Inlandsfamilien einquartieren will, dies wird im Übrigen sehr oft von diesen Anhängern ins Gespräch gebracht. 

Ein Schild drückte das passend aus: „Kein Mensch ist illegal auf dieser Welt“. Jeder Mensch hat einen Anspruch auf diesem Planeten zu verweilen und ein Recht, sein Leben frei zu führen. Dafür sollten wir alle kämpfen und nicht gegen uns, denen es auf der Welt zum Glück besser geht als anderen Menschen, selbst.

Foto: Treffpunkt der Protestgruppe auf dem Grimmaer Markt Bildautor: Sören Müller

Zu unserer Grimmaer Gruppe um Oberbürgermeister Matthias Berger:  Unser Bürgermeister hatte aufgerufen, für ein weltoffenes Sachsen auf die Straße zu gehen, „Deshalb lassen Sie uns gemeinsam, nicht gegen Legida, sondern für ein offenes, tolerantes Sachsen, am Montag nächster Woche wieder auf die Straße gehen. Jeder kann mit seiner Anwesenheit bei der Montagsdemo in Leipzig belegen, dass wir Sachsen weltoffen und tolerant wie alle anderen Deutschen sind. Unterstützt und begleitet wird unsere Grimmaer Gruppe von der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping sowie den Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz (Die Linke) und Svend-Gunnar Kirmes (CDU)“. Da es seine Pflicht ist sich um seine Stadt, als Bürgermeister, zu bemühen, ist es wichtig auch für Sachsen zu werben. Natürlich waren auch Grimmaer bei den LEGIDA Demonstrationen vertreten. 

Punkt 16:00 Uhr fuhr der Bus, der im Übrigen aus privater Tasche, und nicht wie mancher behauptete aus der Stadtkasse, bezahlt wurde, in Grimma am Markt ab. Ca. 50 Grimmaer hatten sich vorab angemeldet. Gerade rechtzeitig in Leipzig angekommen, war die Gruppe auch schon verstreut. Unser Bürgermeister Matthias Berger und viele andere Amtskollegen aus dem Landkreis, wie z.B. Matthias Schmiedel aus Colditz, nahmen am Friedensgebet in der Nikolaikirche teil. Gegen 18 Uhr  setzte sich der Protestmarsch zum Waldplatz in Bewegung, darunter auch die zahlreichen Vertreter der Gemeinden um Leipzig. „Wie eine kommunale Familie“ bemerkte Berger, welcher in der Gruppe seinen Platz einnahm und während des Zuges die einen oder anderen Gesprächspartner hatte. Bis zum Waldplatz kam die Gruppe leider nicht. Durch die zahlreichen Demonstranten waren die Straßen rund um den Waldplatz komplett voll, so dass kein Vordringen möglich war. Man kehrte dann langsam um, schließlich musste um 20:30 Uhr der Bus spätestens erreicht werden. Berger war zufrieden „ Wir haben ein Zeichen gesetzt, das war wichtig, Sachsen ist nicht nur Dresden“.

In Grimma gab es für den Oberbürgermeister noch Szenenapplaus für diese Bürgernahe Aktion und vor allem dem Zeichensetzen und alle verabschiedeten sich zufrieden in den Abend.

Hier noch ein Link von einem Nachrichtenportal aus Leipzig, die Leipziger Internet Zeitung

Bildergalerie 

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank für deinen Versuch neutral über die Geschehnisse zu berichten, aber leider scheint es nicht ganz gereicht zu haben. Ich gehe mal davon aus dass du nur an der Gegendemo teilgenommen hast und somit doch nur einseitige Eindrücke dieses Spektakels erhalten konntest. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und beide Demos als Zuschauer besucht um mir eine eigene medienunabhängige Meinung zu bilden. Wenn man mal davon absieht, das es in beiden „Fraktionen“ Radikale und Extremisten gibt die versuchen diese Bewegungen für ihre Zwecke zu missbrauchen, kann man deutlich erkennen das die Mehrheit beider Strömungen doch gleiche Bestrebungen und Ziele hat, aber leider hört hier scheinbar keiner dem anderen zu? Zudem gibt es zu viele subjektive Meinungsäußerungen, vor allem in der Presse, so zum Beispiel auch bei dir:
    „“PEGIDA ist z.B. FÜR dezentrale Unterbringung der Kriegsflüchtlinge und Verfolgten, anstatt in teilweise menschenunwürdigen Heimen!“, so in Ihrem veröffentlichten Positionspapier. Interessant ist aber, das viele PEGIDA oder LEGIDA Sympathisanten der Meinung sind, dass der deutsche Staat Ausländer in Inlandsfamilien einquartieren will, dies wird im Übrigen sehr oft von diesen Anhängern ins Gespräch gebracht. “
    Hier stellt sich mir die Frage woher du wissen willst das viele Sympathisanten so eine Meinung haben? Was sind viele? Und wo bleibt die objektive Aufarbeitung diesem und der anderen Punkte des Positionspapier? Wieso wird in den Medien nicht erklärt was eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen bedeutet? Wieso wird dieser Punkt nur in negativen Zusammenhang dar gestellt? Diese und weitere Fragen sollte sich jeder mal stellen bevor angefangen wird Forderungen zu verteufeln.

  2. Unsere Regierung schürrt diese Auseinandersetzungen doch bewusst. Solange sich das Volk uneinig ist können sie uns verarschen,betrügen und belügen und von den wichtigen Themen ablenken. Lasst uns dafür gemeinsam auf die Strasse gehen und nicht wegen solchen
    Schwachsinn wie Pegida,Legida, Anti-Legida oder wie sie alle heissen.
    Wir sollten erstmal unser eigenes Land in Ordnung bringen bevor wir nach
    Kleinigkeiten schauen.
    Unsere sogenannten gewählten “ Volkver(räter)treter“ sind alles andere als für das Vok und setzen alles daran damit das Volk über die Medien kontrolliert und gesteuert wird.
    Dafür würde es sich lohnen auf die Sreasse zu gehen…

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