Neuanfang in Dürrweitzschen: Kleine Strolche laden zum „Tag der offenen Tür“

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2009
Foto: Stadt Grimma

Dürrweitzschen. Knapp zwei Jahre dauerten die Sanierungsarbeiten an der Kindereinrichtung in Dürrweitzschen an. Am 01. September 2014 zogen die gut 70 Kinder von der Interimslösung in der Obstland-Straße in die Ostrauer Straße zurück. 

Am Sonnabend, dem  11. Oktober , öffnet das durchsanierte Haus für Besucher. Von  10.00 bis 15.00 Uhr laden die Erzieherinnen, die Kindern und die Eltern der Dürrweitzschener Kindertagestätte zum „Tag der offenen Tür“. Ganz offiziell nutzt Oberbürgermeister Matthias Berger die Möglichkeit und überreicht symbolisch um 10.00 Uhr den Schlüssel an die Leiterin Susann Streich. „Es war für uns schon ein bitterer Moment, kurz nach der Eingemeindung im Jahr 2011 an einem anscheinend nagelneuen Kindergarten so erhebliche Baumängel zu entdecken. Insgesamt 800.000 Euro mussten investiert werden. Dazu gab es aber keine Alternative. Trotzdem sollten wir uns heute gemeinsam darüber freuen, dass die Kinder nun optimale Bedingungen in der Kindertagesstätte vorfinden“, so Oberbürgermeister Matthias Berger. „Die Verantwortlichkeiten und eventuellen finanziellen Konsequenzen und Haftungsfragen sind noch zu prüfen.“ so Berger weiter.

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Für das  Eröffnungsprogramm am 11. Oktober  haben sich die Kinder verschiedene Höhepunkte einfallen lassen. Die Eltern bereiten ein kleines Kaffee- und Kuchenbuffet vor und die Erzieherinnen führen Interessierte durch das Haus. Die Stadt Grimma investierte für die Sanierung des Gebäudes in den letzten zwanzig Monaten über 640.000 Euro und scheute dabei keine Bemühungen, damit alle Kinder wieder die bestmöglichen Betreuungsbedingungen erhalten. Grund für die Sanierung war die mangelnde Abdichtung des fünf Jahre alten Gebäudes. Der Boden und die Wände waren durchfeuchtet. Es bildeten sich erste Schimmelsporen. Die Abdichtung an der Bodenplatte wies undichte Stellen auf. Die Beschichtung musste großflächig abgetragen werden. Die Feuchtigkeit zog in die Elektroleitungsführung, in den Wandputz und in die Brandschutzmatten. Der Austausch der Elektroleitungen und der Verkleidungen war zwingend not- wendig. Über die Jahre belastete das Haus vor allem Niederschlags- und Sickerwasser. Rund um die Einrichtung wirkte man mit einer umfangreichen Drainageentwässerung entgegen. Zudem erfolgte eine Geländeregulierung zur flächigen Ableitung der Wässer. Auch die Weidenhecke litt über die Zeit an Wurmbefall. Im Zuge der Baumaßnahmen wurde die lückenhafte Einfriedung durch einen entsprechenden und vorschriftsmäßigen Doppelstahlstabmattenzaun ersetzt. Die Kosten für Fundamente, Zaun, Tore und die Entsorgung der welken Hecken beliefen sich auf 89.000 Euro. Während der umfangreichen Sanierung zogen im November 2011 die Kinder in den ehemaligen Hort in der Obstland-Straße. Das Haus wurde damals für knapp 60.000 Euro so hergerichtet, dass es den Anforderungen der Kindertagesstätte gerecht wird. Die Dürrweitzschener Einrichtung „Kleine Strolche“ trägt seit 2011 die Zertifizierung als „bewegte und sichere Kindertagesstätte“. Zudem werden Integrativkinder betreut. Physiotherapeuten, Logopäden oder Ergotherapeuten schauen regelmäßig in der Einrichtung vorbei. Der Neubau wurde für 1,3 Millionen Euro in den Jahren 2006 und 2007 errichtet.

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