EuroMillions Superziehung

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Symbolbild/pixabay

Millionen Lottofans träumen davon, bei der EuroMillions Superziehung einen Rekordgewinn zu knacken. Kaum einer macht sich jedoch Gedanken, was zu tun ist, wenn dieser Traum vom großen Geld tatsächlich in Erfüllung geht.

Wie funktioniert das EuroMillions-Lotto?
Die EuroMillions-Lotterie ist ein Zusammenschluss von verschiedenen europäischen Ländern. Es gibt sie bereits seit 2004. Die Ziehungen der Gewinnzahlen finden regelmäßig jeden Dienstag und jeden Freitag in Paris statt. Um den Jackpot zu knacken, braucht es fünf richtige Hauptzahlen von 1 bis 50 und zwei Sternzahlen von 1 bis 12. In deutschen Landeslotterien sucht man vergeblich nach den EuroMillions. Wer einen Schein kaufen will, muss entweder eines der Teilnehmerländer besuchen oder online beispielsweise über Lottoland teilnehmen. Die Superziehung, oder auch „Superdraw“ ist eine zusätzliche Sonderauslosung, die unregelmäßig bis zu dreimal pro Jahr stattfindet, häufig an weltweit bedeutsamen Tagen.

Kann man in Deutschland an der EuroMillions-Superziehung teilnehmen?
Viele Lottospieler, die über den deutschen Tellerrand hinausblicken und besonders große europäische Gewinne abräumen möchten, interessieren sich für die Mehrstaatenlotterie EuroMillions. Die Superziehung erfolgt nur einige Male pro Jahr und gehört mit Gewinnen bis zu 190 Millionen Euro zu den absoluten Rekord-Lotterien. Die Superziehung lockt mit enormen Gewinnchancen. Viele Lottobegeisterte aus europäischen Ländern sind dabei, darunter Spanien, Frankreich und das Vereinigte Königreich. Deutschland befindet sich nicht unter den Beitrittsländern. Trotzdem können auch deutsche Spieler bei internationalen Lottoanbietern ihren Tipp für die EuroMillions Superziehung abgeben. Wer Spielscheine bei Lottoland ankreuzt, kauft keine offiziellen Lotteriescheine der EuroMillions Superziehung, sondern schließt mit seinen Kreuzchen eine Wette auf das Spielergebnis ab. Gewinnen Spieler, wird ihnen der Gewinnbetrag aus den eingezahlten Spielbeträgen ausgezahlt. Über diese Art der sogenannten „Zweitlotterie“ sind Lottospiele möglich, die ansonsten in Deutschland nicht durchgeführt werden können.

EuroMillions gewonnen – was tun?
Bei einem hohen Gewinn ist die Freude sehr groß. Kaum jemand rechnet tatsächlich mit einem Jackpot, obwohl natürlich jeder Lottospieler mit diesem Ziel seine Zahlen ankreuzt. Viele Gewinner einer hohen Summe sind zunächst verunsichert und wissen nicht, wie sie sich nun verhalten sollen. Ab einem Gewinnbetrag von 100.000 Euro können sich glückliche Lottogewinner beraten lassen, wie mit dem unverhofften Geldsegen umzugehen ist. Anlaufstellen hierfür sind staatliche Lottogesellschaften und deren Berater. Der erste Tipp lautet meist, keinem etwas von dem großen Glück zu erzählen und sich von dem plötzlichen Reichtum nicht verändern zu lassen. Geschichten von Gewinnern, die ihren kompletten Lottogewinn innerhalb kürzester Zeit ausgegeben haben, ohne genau zu wissen wofür, gibt es reichlich. Besser ist es, sich und seinen Lieben zunächst einige wichtige Herzenswünsche zu erfüllen und den Rest des Geldes auf einem Konto zu verwahren. Wer sein Geld zu Hause aufbewahren möchte, sollte dafür einen sicheren Platz suchen und die Wohnung einbruchssicher gestalten, damit Einbrecher keine Chance haben.

Der Lottogewinn auf dem Konto
Nur wenige Menschen fühlen sich wohl, wenn sie eine große Summe Bargeld unter der Matratze aufbewahren und vertrauen ihr Geld lieber ihrer Hausbank an. Andere Gewinner eröffnen ein neues Konto und lassen sich regelmäßig kleinere Beträge von der Gesamtsumme auf ihr Girokonto überweisen. Das ist abhängig von der persönlichen Vorliebe, aber auch vom Vertrauen der Hausbank gegenüber. Immerhin möchte man nicht vor Nachbarn und Freunden als frischgebackener Lottomillionär begrüßt werden, denn viele bleiben lieber anonym. Zudem setzt eine derart hohe Summe auf dem Girokonto manchen unter Druck. Genau das können Lottogewinner gar nicht brauchen. Viele möchten selbst entscheiden, wer von dem finanziellen Segen erfahren soll. Soll der Partner mit einem neuen Auto überrascht werden? Dann macht es wenig Sinn, dass er schon vorher die Einzahlung von der Lottogesellschaft auf den Kontoauszügen entdeckt. Auch wenn gewaltige Summen auf dem Konto liegen, ist man am Geldautomaten zunächst an sein persönliches Auszahlungslimit gebunden, das meist 1.000 Euro pro Tag beträgt. Je nach Bedarf kann das Limit aber auch angepasst werden und liegt dann zwischen 2.000 bis 10.000 Euro. Höhere Abhebungen über 15.000 Euro sollten der Bank vorher angekündigt werden, damit das Geld von der Bundesbank bereitgestellt werden kann.

Gewonnen! Wann kann ich über den Gewinn verfügen?
Wer beim Lotto gewonnen hat, kann nicht gleich am nächsten Tag über seinen Gewinn verfügen. Erst müssen einige Formalien erledigt werden, bevor das Geld auf das Konto überwiesen wird. Das kann schon mal mehr als eine Woche dauern. Keiner muss sich jedoch Sorgen machen, dass in dieser Zeit der Anspruch verloren geht. Seit 2016 kann der Gewinn innerhalb von drei Jahren abgeholt werden. Dies gilt auch für den Eurojackpot. Jeder kann also ganz in Ruhe überlegen, was er mit dem Gewinn machen möchte, bevor er seine Gewinnforderung geltend macht. In dieser Zeit kann eine Beratung in Anspruch genommen oder ein neues Bankkonto eröffnet werden oder man atmet einfach nur tief durch, damit die Gedanken sich beruhigen. Um Informationen und Hilfe bei der Geldanlage zu erhalten, sind Banken die ersten Anlaufstellen. Jedoch sollte man vorsichtig bei hohen Renditeversprechen sein, insbesondere, wenn sie als sicher angepriesen werden. Meist ist es klüger, einen hohen Geldbetrag auf verschiedene Anlageformen und Finanzinstitute zu verteilen. So profitiert man von einer Risikostreuung, falls sich eine Geldanlage als nicht so profitabel wie erhofft erweist. Zudem sollten verschiedene Laufzeiten für die Anlageformen gewählt werden, für den Fall, dass man nach fünf, zehn oder erst nach 20 Jahren über größere Summen verfügen möchte.

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