Ist Fußball noch Entertainment?

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Symbolbild/pixabay

In der Zwischenzeit gehört die Frage, ob Fußball überhaupt noch Entertainment ist, zum Jargon vieler Fußballbegeisterte in Grimma. Beim Gespräch in der Stammkneipe lassen sich zudem immer häufiger die Worte vernehmen: „Das ist nicht mehr „mein“ Fußball“. Gründe hierfür gibt es einige. Neben diversen Skandalen ist die Neuzeit des Ballsports, der einmal Volkssport war, so weit von den Fans entrückt und hinter eine Paywall versteckt, dass sich viele nicht einmal mehr den regulären Ligabetrieb live ansehen. Geht es also nur noch ums Geld?

Spielspaß und Nervenkitzel
Der Fußball war einmal ein echtes Event. Übertragungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, bezahlbare Stadionpreise und nahbare Stars, die für nachvollziehbare Ablösesummen die Vereine wechselten. Letztere waren geprägt von Menschen, die sich mit Verein, Stadt und Kultur identifizierten und der Mannschaft über Jahre ein Gesicht gaben. In der neueren Zeit suchen Fußballfans solche Spieler vergebens. Abseits der ganz großen im Weltfußball wie Real Madrid, dem FC Bayern München oder Manchester City und Paris Saint-Germain verdingen sich die meisten Klubs als Ausbildungsvereine für die Elite.

Das hat vor allem für Menschen einen Vorteil, die noch auf der Suche nach echtem Entertainment sind: Sportwetten. Denn für diese bietet der internationale Fußball abseits der Crème de la Crème Nervenkitzel und Spielspaß pur. Mit Bwin Sportwetten steigen Fußballbegeisterte, Fans aber auch sportlich Interessierte optimal ein. Vor allem das Mitfiebern, die Freude über Siege und das Spüren gemeinsamer Niederlagen transportiert den Sport wie kaum etwas anderes. Da stört es dann auch nicht, dass bei allen Ligen in Europa, außer vielleicht der Premier League in England der Großteil die Spieler ausbildet, die morgen Stars in den Top-Vereinen der Ligen oder auf internationalem Parkett sind.

Am Ende hat es der Fußballfan in der Hand
Zugegeben, das letzte Statement ist ein wenig überzogen. Doch wie weit das mit den Ausbildungsvereinen geht, zeigt sich sehr gut am Beispiel Borussia Dortmund. Niemand ist davon ausgegangen, dass dieses Top-Talent Erling Haaland in Dortmund bleibt. Er wurde günstig gekauft, weiter in die passende Form des internationalen Fußballs gepresst und dann für eine stolze Summe weiterverkauft. Dieses Schema bringt dem Bundesligazweiten Jahr für Jahr gute Einkünfte und sichert ihm eine gewisse Wertigkeit. Allerdings gehen die Haalands, Sanchos und Dembeles zulasten einer echten Mannschaft, die sich entwickeln und gemeinsam wachsen kann. Solche Vorgänge haben nicht nur interne, sondern ebenfalls externe Strahlkraft.

Am Ende steht dann wie aktuell die zehnte Meisterschaft des FC Bayern München in Folge. Rufe nach einem Play-off-Modus wie in den USA werden laut, um dem übermächtigen Gegner zumindest auf dem Papier noch so etwas wie Einhalt zu gebieten. Verschwiegen werden darf aber auch etwas anderes nicht. Denn obwohl die Meisterschale jedes Jahr gefühlt fix an die Bayern geht, ist es weiter unten in der Tabelle enorm spannend. Ebenfalls die 2. Bundesliga hat in der vergangenen Saison gezeigt, welch feine Fußballer in ihr ihrem Beruf nachgehen.

Aber am Ende ist es ohnehin der Fußballfan, der das ganze Konstrukt trägt. Denn er ist es, der Geld für die Übertragungen bei den inzwischen fünf Pay-TV-Sendern bezahlt, überteuerte Trikots kauft oder die Stadionpreise akzeptiert. Fakt ist aber auch, dass sich für echtes Entertainment heute ein anderer Bereich gesucht werden muss.

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