Was hat Twitter-Boss Elon Musk eigentlich mit PayPal zu tun?

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Quelle: Pexels

Aktuell ist erneut Unternehmer Elon Musk in den Schlagzeilen der Presse zu finden, eine Position, mit der er sich auskennt. Nach seinem erfolgreichen Angebot für die Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter gibt es Kritik und Lob von allen Seiten. Doch auch bei anderen Unternehmen fiel der Name Musk in der Vergangenheit immer wieder, so etwa bei PayPal. Doch was genau hat der neue Twitter-Boss eigentlich mit dem Bezahlservice zu tun?

Zusammenschluss zweier Unternehmen im Jahr 2000

Wie entstand eigentlich dieses Unternehmen, das scheinbar schon seit Ewigkeiten einfach existiert und insbesondere dank der Einbindung auf der Auktions-Website eBay zu einem riesigen Erfolg wurde? Die Geschichte von PayPal beginnt im März 2000, als es zum offiziellen Zusammenschluss zweiter Unternehmen für Bezahlmethoden kam. Auf der einen Seite Confinity mit der Idee für PayPal von Max Levchin, Luke Nosek und Peter Thiel, auf der anderen Seite X.com, gegründet von Elon Musk. X.com war von Beginn an dank Musk darauf ausgerichtet, das bestmögliche Personal für seine Zwecke anzuwerben. Umgesetzt wurde dies etwa in Person von Amy Klement, Sanjay Bhargava oder Sal Giambanco, die später zu bekannten Online-Namen wurden.

Entscheidenden Einfluss hatte schließlich eBay. Denn durch das Online-Auktionshaus wurde PayPal erst einer großen Nutzerschaft bekannt, die ansonsten wahrscheinlich lange im Dunklen geblieben wäre, was den Bezahldienst angeht. Heute können Menschen in den meisten Staaten der Welt für allerhand Dinge des täglichen Lebens PayPal verwenden. So ist etwa die Essensbestellung bei Lieferando und Co. bequem von der eigenen Couch mit E-Mail-Adresse und Passwort durchzuführen. Zugleich wächst die Zahl der Anbieter, die PayPal Sportwetten in ihrem Repertoire haben, immer mehr. Für den Kunden hat dies den Vorteil, dass der Zahlungsverkehr sehr schnell in beide Richtungen abläuft. Entsprechend praktisch ist dies auch bei der Auszahlung von Wettguthaben vonseiten des Anbieters. Ebenfalls in der Unterhaltungsbranche gehören etwa Streamingdienste wie Netflix oder DAZN längst zu den Plattformen, auf denen PayPal als Zahlungsmethode akzeptiert wird.

Unabhängigkeit von eBay im Jahr 2015

Der große Erfolg von PayPal basiert vor allem darauf, dass in den USA ein hohes Aufkommen an Schecks bestand. Diese eher rückständige Zahlungsform war für Online-Transaktionen nicht geeignet. Zudem entstand gegenüber Überweisungen etwa in Europa der Vorteil, dass die Gebühren deutlich geringer ausfielen. 2002 wurde PayPal schließlich für 1,5 Milliarden US-Dollar von eBay gekauft. Musk war als größter Anteilseigner mit 11,7 Prozent am Unternehmen beteiligt. Nach dem Verkauf wendete er sich anderen Dingen wie etwa SpaceX – seinem insgesamt dritten persönlichen Projekt – zu. Erst im Juni 2017 kaufte sich der Unternehmer die Domain x.com von PayPal zurück.

2015 wurde auch PayPal erwachsen, als sich die Wege des Unternehmens und von eBay vorerst trennten. Denn im Juli entstanden zwei unabhängig voneinander agierende, an der Börse notierte Konzerne. Allzu großen negativen Einfluss hatte dies weder auf PayPal noch auf die Auktionsplattform, die längst mehr ist als nur das. 2018 wurde schließlich bekannt, dass es nur noch bis 2023 möglich sein wird, auf eBay mit PayPal zu bezahlen. Längst wird am umfangreichen Aufbau einer Alternative im Hintergrund geschraubt. Mit all dem hat Elon Musk allerdings nichts mehr zu tun. Mit Twitter, Tesla und SpaceX hat er jetzt ohnehin genug auf dem Plan stehen.

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