Supermarkt am Volkshausplatz? Stadionneubau? Stadträte stehen vor schwieriger Entscheidung

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Grimma. Seit Monaten entzweit das Thema des Stadionneubaues und die Ansiedlung eines Supermarktes auf dem Volkshausplatz, die Meinung der Grimmaer. Morgen muss der Stadtrat dazu eine Grundsatzentscheidung treffen. Die Zeit drängt, denn am Gesamtpaket hängen Fördermittel welche nächstes Jahr auslaufen.

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Ursprünglich wollte ein Investor direkt auf dem Volkshausplatz in einen Supermarktneubau investieren, Anfang 2013 kam Dieser auf die Stadt Grimma zu. Oberbürgermeister Matthias Berger überlies eine Entscheidung einer öffentlichen Debatte, aus der kein eindeutiger Sieger heraus erkennbar war. Die Parkplatzsituation, die Veränderung des Stadtbildes und der Einfluss auf den Altstadthandel hatten zu einer hitzigen Debatte geführt. Die Einen Sprachen von einer Chance, andere widerum vom Tod der Innenstadt, welche ohnehin schon schwerfällig mit Lebendigkeit auffiel. Im Juni 2013 schwammen sprichwörtlich alle Debatten mit dem Junihochwasser davon.

Nachdem nun das Stadiongelände ein 2. Mal binnen 11 Jahren schwer beschädigt wurde, suchte man nach Alternativen. Ein Stadionneubau wurde in die Überlegungen einbezogen, woraufhin der Investor die fehlende Investitionsumme mit aufbringen will bzw soll. Das ganze Projekt des Stadionneubaus hat einen finanziellen Umfang von ca. vier Millionen Euro. Zur Finanzierung des Projektes sollen 2 Grundstücke, auf dem sich der Kunstrasenplatz, entlang der Wurzener Straße befindet, an Handelsunternehmen veräußert werden, die an dieser Stelle einen Supermarkt sowie eine Drogerie errichten wollen.

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Diesbezüglich stand auch schon vor dem Hochwasser der Supermarktriese REWE im Gespräch. Nun hat sich auch EDEKA in die Projektidee eingebracht. Grund hierfür ist die ohnehin eigentlich feststehende Vergrößerung bzw. der Neubau im TLG Park in Grimma Süd. Für EDEKA scheint aber der Volkshausplatz, quasi als Filetstück der Stadt, ebenfalls profitabel zu lohnen. Dagegen laufen die Bürger aus Grimma-Süd nun Sturm. Eine Unterschriftensammlung, zum Erhalt des Marktes, liegt der Stadtverwaltung bereits vor.

Das Einzelhandelskonzept welches von der Stadt mittlerweile in Auftrag gegeben wurde und nun vorliegt, sieht einen Magnetbetrieb wie z.Bsp. einen Vollsortimenter auf dem Volkshausplatz als positive Wirkung, gerade im Bezug auf die anstehenden Erweiterungen des PEP und dem Rückzug Ende 2015 von ALDI aus dem Alma-Dietzsch-Gelände.

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Das Parkplatzproblem wäre mit dem neuen Projektmodell definitiv vom Tisch, allerdings ist eine Vorstellung, das ein Supermarkt, welcher die Innenstadt belebt, mit dem Auszug von Aldi längst nicht mehr zu pauschalisieren. Der Kundenstrom würde quasi nur weiter Richtung Markt gezogen und gerade die obere Lange Straße nicht wesentlich positiv beeinflussen, befürchten einige Händler. Auch der hohe Anteil an NON-Food Artikel macht einige besorgt. Bewohner der Innenstadt stehen dem Projekt vorwiegend positiv entgegen, da es das Angebot in der Innenstadt erheblich attraktiver macht und lange Wege zB. in das PEP, erübrigt.

Bei einer EDEKA-Ansiedlung auf dem Kunstrasengelände wäre eine Ansiedlung von REWE im TLG Park durchaus möglich um den Süd-Bewohnern eine Einkaufsmöglichkeit zu bieten. Hier sind allerdings einige Optionen offen.

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Der Stadionneubau und die damit verbundenen modernen Trainingsmöglichkeiten sieht die Bevölkerung hingegen sehr positiv entgegen, schließlich haben ca. 200 Kinder und Jugendliche eine sportliche Freizeitmöglichkeit. Die Finanzierungslücke würde mit dem JA der Stadträte eben diese Möglickeit über Jahre sichern. Der FC Grimma ist in der Region und darüber hinaus, gerade im bereich der Landesligen äußerst erfolgreich und macht auch unsere Stadt jenseits der Stadtgrenzen bekannt. Egon Pape, Präsident des FC Grimma, schilderte uns folgende Eindrücke.:

Seit über einem Jahr bin ich mit dem Großprojekt beschäftigt. Dazu wurden sehr intensive Gespräche mit verschiedenen Personen geführt. Nach dieser langen Zeit bin ich fest davon überzeugt, dass diese Maßnahme gewinnbringend für die gesamte Stadt Grimma ist. Durch die Ansiedlung einer großen Verkaufseinrichtung im Zentrum wird die jetzige, ja fast tote Stadt, wieder belebt. Die Umsiedelung des Stadions aus dem jetzigen Bereich (1,70 m tiefer gelegen wie die Innenstadt) sehe ich als zukunftsorientierend. Nicht das Gebäude ist das Problem, sondern der Rasen sowie der Kunstrasenplatz. Bei jeder erneuten Überschwemmung setzen sich die jeweiligen Rasenflächen mit Schlamm zu und müssten immer wieder total erneuert werden, was mit enormen Kosten verbunden ist. Bei meinem Besuch im Ministerium in Dresden, Herrn Dr. Fritz Jäckel, bat dieser darum, eine nachhaltige Lösung zu finden. Denn die Gelder, die jetzt zur Verfügung stehen, werden in der Höhe nie wieder kommen. Aus den genannten Gründen finde ich das Gesamtpaket als optimale Lösung für unsere Stadt. Aber jetzt müssen die Stadträte abstimmen wie es weiter gehen soll.

– Egon Pape, Präsident des FC Grimma

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Der FC Grimma wird an der öffentlichen Sitzung des Stadtrates am Donnerstag mit einer größeren Delegation teilnehmen!

Der Stadtrat tagt am Donnerstag, 17 Uhr, im Rathaussaal am Markt. Wie sich das Ganze am Donnerstag entwickelt kann man auf Facebook (Up to date in Grimma/News) im LIVE-Ticker verfolgen.

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